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ZU   VIEL

In der westlichen Welt leiden wir oft an "zu viel"



ERSTER   KLÄRUNGSVERSUCH:

Zu viel Arbeit und zu viel an Macht hat sich angesammelt.

Kleinere handelnde Einheiten in den verschiedensten Bereichen sind meist schneller handlungsfähig, lösungskompetenter und das Wichtigste: Sie sind näher am menschlichen Bedürfnis.
(siehe Externer Link in neuem Tab: Blog: "Commons & Co" und Externer Link in neuem Tab: Bücher: "Band 1: Commons" und "Band 2: Die Welt der Commons"
Der Link zur kostenlosen pdf-Version von Band 2 (529 Seiten) befindet sich in unserer Linksammlung unter Buchtipps).

Das beweisen auch viele gute Lösungen in kleinen Gemeinden in Österreich.
(Näheres dazu auf Radio Kolleg Ö1/Dez.2015: Externer Link in neuem Tab: "Gemeinden gemeinsam gestalten - Teil 1" und Externer Link in neuem Tab: "Gemeinden gemeinsam gestalten - Teil 2")


Raum und Zeitgewinn

Es stellt eine große Erleichterung dar, wenn man:

- die Dinge, welche brauchbar sind, aber immer im Weg herumstehen oder -hängen, verschenkt.
- die Dinge nicht mehr warten, pflegen umsorgen muss.
- die Dinge gar nicht kauft, weil das Leben mit weniger komfortabler ist.

Der vielleicht neue Gedanke:

"Es schafft mir in meinem Leben mehr Raum und Zeit für jenes, was ich wirklich will, wenn ich weniger Energie für Dinge aufwende, welche meine Grundbedürfnisse nicht wirklich befriedigen."

Was sind wirklich meine Bedürfnisse?

Cornelius Butz bietet Denkanregungen.



ZWEITER   KLÄRUNGSVERSUCH:

Wir werden von Werbung bombardiert, welche ein "Bewusstsein" vermittelt, das da sagt:

mehr ist besser sowie neu ist besser.


Mehr kann aber nicht immer besser sein, denn Ausgeglichenheit benötigt weder "mehr" noch "neu". Und Zufriedenheit benötigt im Moment gar nichts. Das verträgt jedoch die rastlose Megamaschine * nicht und die prägt uns mehr als wir denken.(*Buchtipp: Fabian Scheidler, "Das Ende der Megamaschine", Verlag Promedia, 2015)

Wir glauben dann oft, dass wenn von Reduktion die Rede ist, dies Verlust für uns bedeutet.

Aus diesem Grund erkennen wir nicht, welcher Reichtum und welche hohe Lebensqualität uns verloren geht,
wenn wir viel Zeit und Lebens-Energie auf Konsum und Machterhalt verwenden. Und auf Kontakt zur Familie, mehr Kontakt zu Freunden, Zeit für alle freudvollen Dinge und Menschen verzichten. Zeit für menschliche direkte Kontakte geht im immer rascher werdenden Alltag und mit immer mehr Anforderung der technisierten Welt, verloren.
Nur manchmal wird uns bewusst, dass es die Menschen sind, mit denen und für die wir leben. Jene Menschen, die uns nahe sind und für die oft zu wenig Zeit ist.

Ein großes Maß an Materiellem steht den Menschen mehr im Wege als es zueinander führt.
Die Grundbedürfnisse gehen verloren.

Der Mensch versucht diesen Verlust mit Ersatz (Konsum) zu kompensieren. Er macht dabei sich und die Natur kaputt und wird immer bedürftiger, wenn seine Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden. Konsumsteigerung führt zu SUCHT [1].

Dies ist ein Kreislauf, dessen Unterbrechung zur Gesundung des Einzelnen und der westlichen Welt erforderlich ist.

Daher ist hervorzuheben welcher Gewinn es ist, sich von Macht und materiellen Bürden zu befreien. Dies kann hier nur angedeutet werden.
Der Gewinn ist jedenfalls Zeit, Raum und Leben für Menschen und Freudvolles.

Es entsteht die Frage: Für welche Dinge und Werte oder Menschen leben wir?

Eine breit angelegte gesellschaftliche Auseinandersetzung, welche die Qualität anderer Werte als jene des Geldes und des Materiellen hervorhebt und ins Gespräch bringt, wäre notwendig.

Selbstverständlich würde eine breite diesbezügliche Änderung der Werte und der Lebenshaltung auch jene begünstigen, welche jetzt zu wenig haben.


Ergänzung zum oben stehenden Text:

[1]

Unsere westliche Welt fördert Sucht: Es gibt bei suchtkranken Personen (und der Welt?) untrügliche Merkmale für eindeutiges Suchtverhalten.

Zwei davon sind:
- Dosissteigerung               (Wirtschafts-) Wachstum - wohin?
- Ersatzbefriedigung           statt Bedürfnisbefriedigung

Angemerkt sei hier, dass es nicht nur stoffgebundene Süchte (z.B. Alkohol) gibt,
sondern auch stoffungebundene (z.B. Arbeitssucht, Kaufsucht, usw., alles krankhaft schädigende Zuviel kann sich zur Sucht auswachsen).

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