GIVE-away-Feste - Gegenstände schenken Ressourcenpool Wien - Fähigkeiten schenken Grafik eines blauen Geschenkpackerls



ANLEITUNG   UND   ANREGUNGEN …Diese Seite als pdf mit weißem Hintergrund öffnen

… zum Gelingen von SCHENKFESTen

auf Eigeninitiative, selbst organisiert:




1. MATERIELLE VORRAUSSETZUNGEN:

Raum

Mehrere kleine Räume haben sich als wenig günstig erwiesen. Es ist ein großer Raum, in dem auch Getränke und Essen Platz finden, vorzuziehen. In der warmen Jahreszeit ist der direkte Zugang nach außen wichtig (Terrasse, Garten mit Platz für weitere Tische ist dann optimal).

Einladungen

zum Versand (per email) und in Papierform zum Verteilen an Freunde/Bekannte und zum Auflegen.

Wenn man den Menschen die Einladung persönlich gibt, ist das viel wirkungsvoller. Rückfragen können sofort beantwortet werden und es wird klar worum es geht. Kurz: Der persönliche Kontakt ist nicht ersetzbar.

Ansprechperson

welche den Interessenten vor dem Fest erklärt, was gemeint ist. (auf der Einladung angeben, email , Telefonnummer - Erreichbarkeit)


Tische

meist mehr als man denkt, daher ist es gut, einige in Reserve zu haben. (Tapeziertische oder aufklappbare Heurigentische haben sich bisher gut bewährt, es ist aber jeder normal hohe Tisch gut verwendbar.)

PKW

für den Abtransport nach dem Fest in einen Kost-Nix-Laden oder eine Einrichtung, die geldlose Verwendung für die Gegenstände hat. (Für den Transport war bisher ein Kombi ausreichend.)

Als Alternative:

Raum

für einen (temporären?) Kost-Nix-Laden, der ein Minimum an Betreuung benötigt: Öffnungszeit + Ansprechperson (die in der Nähe wohnt oder arbeitet) + Telefonnummer bei Eingang aushängen.

Gib & Nimm - Fach oder -Karton

kann in jedem Stiegenhaus (in Dörfern im Gemeindeamt, Kirchenvorraum?) stehen. Mit kurzer Beschriftung versehen. Wichtig: eine Person muss dafür verantwortlich sein und hin und wieder den Rest entsorgen.

Im Sinne des Schenkens ist jede andere geldfreie Verwendung der Gegenstände, welche nach dem SCHENKFEST verbleiben, besser als die Gegenstände wegzuwerfen.

Anleitung zum Beschenkt werden bei den Festen

regt zum Ergründen der eigenen Bedürfnisse und zur Kontaktaufnahme an und ist daher ein wichtiger Teil, ist auch änderbar, sollte aber im Sinne von bewusstem Umgang mit den Dingen formuliert sein.

Nur durch die Kontaktaufnahme des Schenkenden mit dem Beschenkten kann den Gegenständen mehr persönliches anhaften und die Wertschätzung steigen. Und die Menschen kommen in Kontakt.


Weitere Hilfsmittel



2. IDEELLE VORRAUSSETZUNGEN:

Überschaubarer Raum

Es soll ein begrenzter Raum sein (Garten, was immer), aber so übersichtlich, dass man, wenn man jemanden sucht, ihn auch findet.

Ansprechperson

welche den Interessenten vor dem Fest erklärt was gemeint ist (auf der Einladung angegeben, email , Telefonnummer - Erreichbarkeit)

Empfang

Es sollte eine Person (die Ansprechperson?) dafür zuständig sein, den Menschen, die mit Geschenken ankommen, einen Platz zum Auflegen zuzuteilen und diese über die Anleitung zum beschenkt werden informieren. Diese Person sollte möglichst lange am Fest bleiben, damit sie immer wieder nach zu Verschenkendem gefragt wird.


Namensschilder

Gleichzeitig soll diese Person bei den Geschenken eine Namensbezeichnung schreiben (mit Filzstift auf ein A4 Blatt geschrieben) und so auflegen oder auf den Tisch kleben, dass gut erkennbar ist, von wem man da etwas geschenkt bekommen möchte.

Die Geschenkbringer erhalten, wenn sie kommen, ein (klebbares) gut lesbares Namensschild.

Der Sinn dieses Aufwandes ist die Zusammenführung und das Kontaktaufnehmen (über die Geschenke) der Menschen.

Anleitung zum beschenkt werden

In diesem Zusammenhang ist es auch nötig eine Anleitung zum Beschenkt werden (siehe Beilage, bisher in A3 mehrfach bei den Festen aufgehängt und erwähnt) auszugeben und die Menschen am Beginn und in einer kurzen Eröffnungsrede dazu aufzufordern, diese zu beachten und ernst zu nehmen, um sich und anderen persönliche Erfahrung zu ermöglichen.

Zur Beachtung der Anleitung auffordern

Sollte von den Veranstaltern die Befürchtung des ungewollten Abräumens einzelner Besucher bestehen, lässt sich hier eine Schwelle zur Beachtung der Anleitung wie folgt einbauen:

Es wird beim Empfang und zwischendurch oftmals betont, dass die Gegenstände so lange im Besitz des Schenkenden sind, bis ein Kontakt mit der eindeutigen Aussage das schenke ich dir stattgefunden hat. Erst dann geht es in den Besitz des Beschenkten über.

Es wäre auch denkbar jemanden, der gerade abräumt, in ein Gespräch zu vertiefen, in dem der Sinn der Veranstaltung, die Anleitung zum Beschenkt werden zur Sprache kommt und auch hinterfragt wird, was hinter dem Bedürfnis, hier möglichst viel mitzunehmen, steckt. Bei geschickter Gesprächsführung zeigt sich meist ein anderes menschliches Bedürfnis. Wenn die Menschen mit ihren Bedürfnissen ernst genommen werden, wirkt sich dies sehr positiv aus.

Schenkfläche kennzeichnen

Die genaue Kennzeichnung und Abgrenzung der Schenkzone von anderen Flächen hilft Missverständnisse zu vermeiden und bringt den Vorteil der Klarheit. Nur Gegenstände in der Schenkzone sind als Geschenk angeboten.


Tische

Im Vorfeld ist es nötig zu wissen, dass die Menschen immer mehr bringen als man denkt!

Bisher war es so, dass dann zumindest die doppelte Anzahl der Anmeldungen von Tischen nötig war. Bei den bisherigen Einladungen war angegeben, dass die Anmeldung nur nötig ist, wenn jemand mehr Platz braucht (- Tischreservierung)

Überdachter Platz

Im Winter ist das eh klar, aber in der wärmeren Jahreszeit ist es schon bei der Planung notwendig einen Ort zu wählen, wo für die Tische, auf denen die Geschenke liegen werden, eine überdachte Fläche zur Verfügung steht (besser zu groß als zu klein!).

(Wenn die Geschenke im Freien nass würden und dann teilweise schimmeln oder kaputt würden und zum Wegschmeißen sind, ist dies schade und unbefriedigend.)

Geschenke - Verwertung nach dem Fest


Die Geschenke sollten nach dem Fest primär einer Verwertung zugeführt werden, welche der Grundidee von erwartungsfreiem und geldfreiem Schenken möglichst nahe steht. Das wäre
beispielsweise ein Kost-nix-Laden, ein Umsonstladen oder eine ähnliche Einrichtung.

Natürlich ist dabei die ökologische Sinnhaftigkeit abzuwägen (kurzer Transportweg). Unter dieser Abwägung ist in zweiter Linie auch eine naheliegende karitative Einrichtung als Abnehmer möglich.

Es ließe sich aber vielleicht auch eine temporäre Kost-Nix-Ecke, -Raum, -Scheune oder dergleichen finden, die den Grundgedanken weiter erfüllt. Gib und Nimm-Kiste in einem Mehrparteienhaus oder in einer Nachbarschaftseinrichtung, ein leerer Raum im Gemeindeamt usw.

Die anschließende Verwertung ist aber insofern wichtig, da die Menschen:

denn wenn man sie jetzt wegschmeißen oder verrotten lassen würde, wäre wieder der Sinn (der Ressourcenschonung usw.) nicht gegeben und die Menschen unzufrieden.

Gemütliche Stimmung

Eine angenehme, gemütliche Stimmung sollte hergestellt werden, damit sich die Menschen wohl fühlen und gerne bleiben.

Das beginnt schon bei der Wahl des Raumes! Obwohl man mit Tischtüchern, Licht (Stehlampen statt Neonröhren!) und der Anordnung schon viel machen kann.

Es ist ein Platz für mitgebrachtes Essen und Trinken vorzusehen, und zwar in der Nähe der Geschenke, so dass sie zumindest im Sichtfeld sind.

Mehrere kleine Räume haben sich als wenig günstig erwiesen. Es ist ein großer Raum, in dem auch Getränke und Essen Platz finden, vorzuziehen.

Begrenzter Zeitrahmen

Ein begrenzter Zeitrahmen von ca. 4 bis 6 Stunden hat sich bisher als günstig herausgestellt.


Zeitpunkt des Festes

Wann sind die Menschen am ehesten bereit dabei zu sein? Sind Ferien, Feiertage günstig oder hinderlich. Gibt es genug Zeit, um das Fest ausreichend bekannt zu machen.

Wie sieht die Zufahrt- und Parkmöglichkeit aus? Manche Menschen bringen viele Dinge mit dem PKW. Abtransport - Zufahrt? Parkplätze?

Künstlerdarbietungen

Künstler, welche die Idee der SCHENKFESTe aufgreifen, unterstützten, karikieren, sind im Idealfall mit einer Darbietung während des Festes sowohl für die Künstler als auch für das Gelingen der Veranstaltung eine gute gegenseitige Ergänzung.

Was noch hilfreich sein kann:

Und zur tiefergehenden Beschäftigung mit dem Thema Schenken empfiehlt sich:
Externer Link in neuem Tab: Themenschwerpunkt: bedingungsloses Schenken


Abschließend sei gesagt, dass natürlich ein SCHENKFEST in kleinem Rahmen, beispielsweise in einer privaten Wohnung, um vieles einfacher und spontaner möglich ist.
Die Anregungen in diesem Leitfaden sind auf halböffentliche SCHENKFESTe bezogen.

Mit den besten Wünschen für gutes Gelingen des geplanten SCHENKFESTes

Reinhard Urban

Bei Anregungen, Erfahrungen, Ergänzungen und Wünschen bitte um Mitteilung unter:
give-away-feste@nachhaltig.at

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