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… zum Gelingen von (größeren) Schenkprozessen




Schenken von Fähigkeiten:

  1. auf gleicher Augenhöhe
  2. Ziel des Beschenkten steht im Mittelpunkt
  3. freudvolle Angebote
  4. frei von finanziellem Interesse
  5. richtige Zeit
  6. richtiger Ort
  7. Abklärung aller wichtigen Punkte zu Beginn
  8. Es kann auch ein "Nein" angebracht sein
  9. Auf Wunsch sollen Barauslagen (inkl. Fahrtkosten) ersetzt werden
  10. Der Schenkprozess erfolgt für alle Beteiligten eigenverantwortlich
  11. Abschließende Reflexion beider. Was könnte besser laufen?
  12. Feedback an ressourcenpool


Diese Anregungen sollen freudvolles Schenken und beschenkt werden erleichtern, es gibt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, oder Richtigkeit.

Das Schenken von Fähigkeiten ist ein zwischenmenschlicher Prozess der Beziehung und Abhängigkeit schafft und der daher besonderer Beachtung und Sorgfalt bedarf. Es entsteht beim Schenken eine besondere Art der Beziehung und besondere Qualität. Bei der Beobachtung und Begleitung dieses Prozesses können folgende Fragen hilfreich sein:

1. auf gleicher Augenhöhe

Die Erfüllung eines Wunsches sollte so gestaltet sein, dass für Beide die gleiche Augenhöhe zu jeder Zeit gewahrt bleibt. Das bedeutet, dass die Beziehung welche sich durch den Schenkprozess ergibt, jeder Zeit von gegenseitigem Respekt, gegenseitiger Achtung und Wertschätzung getragen wird. Ist dies der Fall?

2. Ziel des Beschenkten steht im Mittelpunkt

Wenn das Ziel des Beschenkten im Mittelpunkt steht, ist es sinnvoll dies, im Laufe des Prozesses, auch immer wieder zu prüfen. Beispielsweise mit folgenden Fragen:

Ist das ursprüngliche Ziel nach wie vor unverändert?
Ist es nach wie vor sinnvoll das ursprüngliche Ziel anzustreben?
Ist das geänderte Ziel das Richtige?
Sind so genannte Sachzwänge noch akzeptabel?
Führt die Fachmeinung von Ziel zu weit weg?
Ist das Ziel überhaupt erreichbar?
Gibt es zu viel Umwege?
Zu viele Abweichungen?
Oder sind wir schon fast am Ziel und haben es bloss nicht erkannt?

3. freudvolle Angebote

Wie weit ist die Freude nach wie vor vorhanden?
Bei beiden. Wodurch wurde sie getrübt?
Wie kann ich vorgehen dass sich die Trübung klärt und die Freude voll zu Tage kommt?

4. frei von jedem finanziellen Interesse

Ist jedes finanzielle Interesse, (auch von indirekt Beteiligten?) nach wie vor ausgeschlossen?
Gibt es bei allen Ersatzkosten (Material, Fahrt) Klarheit und Zufriedenheit.
Welches finanzielle Interesse (aller Beteiligten!) ist im Hintergrund vorhanden und stört?


5. richtige Zeit

Ist das Ziel zu einer anderen Zeit besser erfüllbar?
Habe ich jetzt für dieses Angebot wirklich Zeit und Raum?
Bin ich verstimmt wenn es ein wenig länger dauert als ursprünglich angenommen?
Sollte ich eine Unterbrechung erwägen, oder eine Änderung in kleinere Schritte?
Gibt es Vorinformation (oder Materialbeschaffung) die der Beschenkte selbst erbringen kann?
Oder ist es nach allen Erwägungen der richtige Zeitpunkt?

6. richtiger Ort

Kann ich hier an diesem Ort?
Gibt es einen besser geeigneten Ort?
Sollte ich diese Ort anstreben?
Welche Gründe fallen mir für diesen oder für einen anderen Ort ein?
Oder passt alles wie es ist und gibt es keinen Anlass über den Ort nach zu denken?

7. Abklärung aller wichtigen Punkte zu Beginn

Habe ich alle wichtigen Punkte angesprochen?
Sind die Rahmenbedingungen klar ausgesprochen?
Was bleibt für den Prozess offen und kann sich erst später ergeben?

Im Zweifelsfall und vor allem bei einer aufwändigeren Sache lieber mehr Zeit für die Klärung nehmen, bei vielen Punkten, der Klarheit wegen! übereinstimmend schriftlich notieren.


8. Es kann auch ein "Nein" angebracht sein

Ergibt sich nach reiflicher Überlegung, dass die Vorstellungen über die Erreichung des Zieles zu unterschiedlich sind, dass der Weg dahin kein gemeinsamer wäre, oder der Weg zum Ziel von den eigenen Vorstellungen zu viel abweicht, oder die persönliche Chemie nicht stimmt, ist es auch sinnvoll ein "nein sorry, es geht nicht", auszusprechen.

Eine solche Entwicklung sollte im Idealfall schon im Klärungsprozess spürbar werden und von da her wenig Trübung der Freude verursachen. Je näher man bei der Beobachtung der eigenen Freude bleibt, desto eher hat man hier Klarheit.

9. Auf Wunsch sollen Barauslagen (inklusive Fahrtkosten) ersetzt werden

Es gibt Fähigkeiten, die nur mit Hilfe von Spezialwerkzeug, Materialien, Fahrten oder anderen Aufwendungen getätigt werden können. Wenn der Schenkende hierfür einen Kostenersatz wünscht, sollte dieser erfolgen.

10. Der Schenkprozess erfolgt für alle Beteiligten eigenverantwortlich

Eigenverantwortung ist zu jeder Zeit für beide Teile in vollem Umfang gegeben. Das bedeutet, dass eine Delegierung der Verantwortung, auch durch einseitiges Fachwissen, nicht gerechtfertigt ist. Das bedeutet nicht das beide alles können müssen, nur die entscheidenden Punkte gilt es zu klären. Und zwar immer dann, wenn Zweifel aufkommen. Argumente wie: Fachleute müssen das wissen, (und daher bist du schuld) sind unzulässig.

11. Abschließende Reflexion beider. Was könnte besser laufen? email an Ressourcenpool schicken

Beide überlegen gemeinsam : was ist gut gelaufen?
Wenn es nochmals ablaufen würde, - was sollte anders sein?

12. Feedback an ressourcenpool

Ein kurzes Feedback schreiben beide an den ressourcenpool. Dies dient der Weiterentwicklung und der Verbreitung des Schenkerfolges.


Freude beim Schenken und beschenkt werden
wünscht            Reinhard Urban: give-away-feste@nachhaltig.at

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